"Greening"

"Greening" gilt seit dem 1.1.2015!

Bald beginnt die neue Zwischenfruchtsaison, in der zum ersten Mal Zwischenfrüchte als ökologische Vorrangfläche angerechnet werden können.
Falls Sie überlegen, welche Zwischenfrüchte oder Zwischenfruchtmischungen Sie auf den von Ihnen gemeldeten Flächen Sie anbauen sollen, könnte Ihnen unsere kleine Excel-Tabelle helfen:

Welche Zwischenfrüchte passen auf mein Feld?   [30.6.2015]
Sie können mit dem Excel-Tool zusätzlich durchrechnen, wie Sie Ihre Mischung zusammenstellen müssen, wenn Sie eine eigene Mischung machen möchten.

Falls Sie die Datei nicht öffnen können oder Fragen haben, melden Sie sich gerne direkt bei uns!

Alternativ können Sie die Datei direkt  HIER öffnen - reagiert leider etwas langsam, aber Sie brauchen kein Excel dafür.

 

 

Die „Greening“-Beschlüsse sind Teil des bundesweit geltenden Direktzahlungs-Durchführungsgesetz, das für den Antrag der Betriebsprämie der Jahre 2015 bis 2019 gilt. D.h. mit der Abgabe des Antrags auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen zum 15.5.2015 müssen die "Greening"-Maßnahmen wohl überlegt sein Es gibt keine sofortige Prüfung auf dem Landwirtschaftsamt, ob ein Betrieb mit den eingereichten Unterlagen z.B. die 5 % ökologische Vorrangfläche erfüllt.
Im Antrag wird der Zwischenfruchtanbau zum 15.5.2015 angegeben, die Umsetzung findet nach der Hauptfrucht 2015 statt, also muss die Aussaat bis zum 1.10.2015 passieren. D.h. es gilt die Zwischenfrucht nach der Ernte der Hauptfrucht des Antragsjahres und die Aussaat findet bis zum 1.10. des Antragsjahres statt.
Für die Auflagen gilt das Kalenderjahr, nicht das Bewirtschaftungsjahr.
30% der Direktzahlungen werden von der Einhaltung der Auflagen des „Greening“ mit folgenden Komponenten abhängig gemacht. Diese werden im Weiteren näher erläutert.
Einen Greening-Rechner stellt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu Verfügung (siehe hier - ganz unten auf der Webseite!). Auch für Hessen gibt es einen Greening-Rechner, siehe Link am Ende dieser Seite.

 

Jeder Landwirt hat zu Beginn des Jahres 2015 ein umfassendes Heft zur aktuellen Agrarreform erhalten. Hier ist es nochmal als pdf: Hier klicken. Im Anhang dieser Broschüre finden Sie unter anderem auch eine Liste der zulässigen Pflanzenarten, die in Zwischenfrüchten erlaubt sind.

Detailfragen? IfÖL-Kontakt

Wichtige Termine:
- 15.5.: Letzter Tag zur Einreichung des Antrags
- 15.5. bis 15. oder 31. August: ÖVF-Flächen "stickstoffbindende Pflanzen" müssen auf Feldern vorhanden sein
- 1. April bis 30. Juni: Mähen und Zerkleinern des Aufwuchses auf ÖVF-Flächen (brachliegende Flächen, Waldränder, Feldränder, Pufferstreifen an Gewässern) verboten
- 1. Juni bis 15. Juli: Erfüllung der Vorschriften zur Anbaudiversifizierung und Überprüfung durch Landwirtschaftsämter
- 16. Juli bis 1. Oktober: Aussaat Zwischenfrüchte oder Gründecke
- 1. Dezember bis 30. Juni des Folgejahres: Auszahlungszeitraum für die Direktzahlungen
- ab 15. Februar des Folgejahres: Nutzung und Einarbeitung der Zwischenfrüchte/Gründecke erlaubt

1) Anbaudiversifizierung
2) Dauergrünlanderhaltung
3) Ökologische Vorrangflächen (ÖVF)

Zu 1)
Eine Befreiung von Auflagen der Anbaudiversifizierung gilt für folgende Betriebe (AL = Ackerland):

Die Auflagen der Anbaudiversifizierung gilt für folgende Betriebe:
1) Für Betriebe zwischen 10 und 30 ha AL gilt:

2) Für Betriebe größer 30 ha gilt:

Ein Referenzzeitraum, der für die Einhaltung der Anbauverhältnisse gilt, ist noch nicht abschließend geklärt. Voraussichtlich wird dieser zwischen dem 01.06. und dem 15.07. des jeweiligen Antragsjahres gelten.


Zu 2)
Dauergrünlandflächen (DGL) in FFH-Gebieten, bestehend zum 01.01.2015, unterliegen einem absoluten Umbruchsverbot. Sonstiges Dauergrünland ist nur noch mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde in Ackerland umwandelbar. Es gilt generell eine Null-Prozent-Schwelle. Die Genehmigung wird erteilt, wenn

Als Referenzanteil gilt das DGL im Jahr 2012 plus das zusätzliche DGL im Jahr 2015. Es gelten weiterhin die Grünlanderhaltungsvorschriften der GAP-Periode 2005 bis 2013, übergangsweise bis einschließlich 2016.


Zu 3)
Als Ökologische Vorrangfläche (ÖVF) müssen 5 % der betrieblichen Ackerbaufläche ausgewiesen werden.
Grundsätzlich sind Dauerkulturflächen nicht den ÖVF-Auflagen unterworfen sondern hiervon ausgenommen.


Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die 5 % zu erreichen [Gewichtungsfaktor]:

 Sanktionen werden erst ab dem Jahr 2017 verhängt. Bei Nichteinhaltung des "Greening" wird es zu den Kürzungen auch Sanktionen von 20-25 % der möglichen Zahlungen für das "Greening" geben.

Links zum Thema:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Direktzahlungen-Regelung ab 2015

Direktzahlungs-Durchführungsgesetz (09.07.2014)
hier runterladbar (PDF)

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
EU-Agrarpolitik nach 2013

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (Sachsen-Anhalt) stellt "Informationen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2015" unter folgender Webseite zur Verfügung:
Informationsblatt zur Umsetzung der GAP ab 2015 (Stand: 25.07.2014)
Rechner für ökologische Vorrangflächen (ÖVF)

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) - Greening-Rechner
!Ganz unten auf der Webseite eine Excel-Tabelle!
Link zum Greening-Rechner

Landwirtschaftskammer Niedersachsen - Greening-Rechner vom 6.8.2014
!Ganz unten auf der Webseite eine Excel-Tabelle!
Link zum Greening-Rechner

Aktuelles

Nutzen Sie unseren kleinen Online-Rechner zur Herbst-düngung! (Link)

Merkblatt zur neuen Düngeverordnung
(pdf)

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Herbst!

"Welche Zwischenfrüchte passen auf Ihrer Fläche?"
(Online-Anwendung)

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